Mutig zu nackten Tatsachen stehen
Heiß brannte die Sonne auf die Hausdächer und machte das Leben unter ihnen zu einer Sauna. Das Kinderzimmer war eines jener Zimmer, welche direkt unter dem Dach lag. Klar das man hier im Grunde sicher vor Elterlicher Kontrolle war. Den die überlegten sich schon, ob es sich lohnt über die steile Treppe ins Dachgeschoss zu steigen, um ihn zu ermahnen. Ganz besonders bei diesen Temperaturen. Deshalb dachte sich Marcel auch das er seinen Turnslip auch noch ausziehen könnte und nackend vielleicht besser der Hitze zu trotzen, schnell hatte er seinen Gedanken Taten folgen lassen.
Sehnsüchtig schaute er aus dem Fenster. Vielleicht erscheint da irgendwo eine Regenwolke, die Abkühlung ihm verhieß. Selbst abends und bei geöffneten Fenstern, war es nicht sehr viel Kühler in seinem Zimmer. Da riss ihn Kindergeschrei aus den Gedanken. Ach ja der Achtjährige Oliver und die zehnjährige Sandra, die beiden Nachbarskinder, nutzten gerade ausgiebig den neuen Swimmingpool, den ihr Vater im Garten aufgebaut hatte. Mensch die beiden waren doch keine Kindergartenkinder mehr und trotzdem hatten sie beide keine Badesachen an. Die Hecken sind doch nicht hoch, da kann doch jeder sehen das die Nackend sind. Wird sich bestimmt bald einer aufregen. Die waren zwar so Nackt wie Marcel, doch Marcel würde es nie wagen, sich so öffentlich Nackt zu zeigen, wie die zwei es nun taten. Er war ja auch noch zu dem fast schon drei Jahre älter als Sandra. Ja früher als er noch ein kleines Kind war und in den Kindergarten ging, hatte er auch nie eine Badehose angehabt. Weder im Garten noch beim Urlaub an der Nordsee.
Inzwischen war dies ganz anders geworden. Ja noch nicht mal seine Eltern oder seine ältere Schwester Bettina, hatten ihn in den letzten Jahren nackend gesehen. Etwa seit er in die Vierte Klasse ging, warum das so war, wusste selbst Marcel noch nicht einmal. Wenn er in die Badewanne musste, hatte er in jedem Fall seinen Turnslip oder die Schlafanzugshose an und schloss dann auch die Badezimmertür sofort ab. Früher hatte er sogar mit seiner Schwester in der Wanne zusammengesessen. Vielleicht weil seine Schwester auf einmal nicht mehr zusammen mit ihm in die Wanne wollte. So war für Marcel dies dann auch auf einmal normal, alleine in die Badewanne zu gehen. Doch warum schloss er sich dann wie seine Schwester ebenso ein?
Marcel ging das alles jetzt im Kopf durch, angeregt durch den Anblick der Zwei Nackedeis. Wie schön es wäre mit den beiden da unten in den Swimmingpool zu springen. Doch jetzt die Badehose anziehen und rübergehen, wäre irgend wie Blöd. Wo die beiden doch Nackt waren. So zog der den Turnslip wieder an und ging nach unten, wo es ein wenig kühler war.
Es waren noch Ferien und erst in 10 Tagen ging die Schule wieder los. Da seine Eltern vor ein paar Jahren das Haus gekauft hatten und auch ein neues Auto hatte sein müssen, gab es erst mal nur Urlaub Zuhause. Der war aber Langweilig. Den alle seine Freunde aus der Schule und der Nachbarschaft, waren weggefahren. Er hätte zwar zu seinem Patenonkel fahren können, doch da war die Welt nicht so Locker wie hier. Wären dann noch die Großeltern gewesen. Doch da war er auch schon lange nicht mehr gewesen. Er sah sie nur zu Weihnachten und das reichte ihm schon. Er kannte dort keinen und beim letzten Mal wo er da mal zur Goldenen Hochzeit dann war, hatte er sich nicht wirklich mit der Dorfjugend gut verstanden.
Am besten er steigt auf sein Fahrrad und sucht kühle im Nahen Wald, kam ihm die Idee nun. Der Wald lag direkt hinter der kleinen Einfamilienhaus Siedlung. Schon bald umgab ihn die kühle des Waldes, ganz besonders je tiefer er in ihn reinfuhr. Da fiel ihm ein, das es da einen Waldsee gab. Als sein Vater mehr Zeit hatte, war er oft mit ihm zusammen zum Baden dort hin geradelt, doch der Beruf und eine neue Position in der Firma, ließen ihm nicht mehr viel Zeit. Wo der See wohl war. Als er einem Spaziergänger begegnete, fragte er diesen wo es zu dem Waldsee ginge. Der Mann wusste Bescheid und beschrieb Marcel den Weg. Nach dem er aber trotzdem sich ein wenig verfahren hatte, stieß er doch auf den Waldsee. Am Strand des Sees war schon viel los. Da er beim Start seiner Radtour nicht an den See gedacht hatte, hatte er auch keine Badehose und Handtuch dabei. Er war ja auch kein kleines Kind wie die welche hier am Badesee nackend im flachen Wasser planschten. Tief Betrübt radelte er deshalb weiter. Auf einmal fiel ihm ein Trampelpfad ins Auge. Der musste untersucht werden. Nach kurzem Gewusel durch das Dickicht, welches schon den Trampelpfad überwuchern wollte, stand er dann in einer kleinen Bucht des Sees. Welche zum Strand und den dort badenden gut abgeschirmt war. Da kam ihm ein witziger Gedanke in den Sinn, er könnte doch nun den Turnslip auszuziehen und dann nackend ins Wasser gehen. Nein besser nicht, könnte ja noch jemand anderes den Trampelpfad entdecken und ihn dann nackend sehen. Also behielt er den Turnslip doch besser an oder nein ich tue es, dachte er sich. Und war schon bereit den Turnslip auszuziehen, als genau das eintraf was er befürchtet hatte. Den nun erschien ein anderer Junge auf dem Pfad, erst stockte er und es schien als würde er überlegen wieder zu gehen. Er war wohl selbst überrascht einen anderen Jungen in der Bucht zu sehen. Zwar hatte dieser Junge Marcels Pläne durchkreuzt und war wohl selbst nicht wirklich über den Fremden Jungen erfreut, da dachte sich Marcel, besser ein fremder Junge, mit dem man sich unterhalten konnte, als wie das er oder der fremde Jungen nun wieder geht.
„Kannst ruhig bleiben, hier ist Platz für zwei.“ Brach nun Marcel das schweigen.
„Okay.“ Meinte der andere und stellte sich als Eric vor. Er hatte eine große Decke dabei und lud Marcel ein sich mit auf die drauf zu legen. Hast du Durst? fragte er dann und hielt Marcel eine Limo Flasche hin. Marcel nickte, da er auch nicht nur die Badesachen vergessen hatte, sondern auch nicht an Proviant gedacht hatte. Während Marcel nun einen Schluck aus der Flasche nahm zog Eric seine Hose aus. Bei dem Anblick verschluckte sich Marcel etwas und bekam einen starken Hustenanfall. Den Erik hatte keine Unterhose darunter an und da er auch schon sein Oberhemd ausgezogen hatte, stand er nun Pudelnackt da.
Marcel war platt und Sprachlos. Eric war sich scheinbar auch nicht seiner Sache so ganz sicher, weswegen er nun wohl schnell ins Wasser stürmte. Marcel fühlte sich nun hin und hergerissen. Sollte er nun doch auch seinen Turnslip ausziehen und Eric nackt ins Wasser folgen oder besser nicht? Eric planschte nun im Wasser, doch irgendwie schien es ihm nicht so richtig Spaß zu machen. Nach 5 Minuten, die Marcel und wohl auch Eric wie eine Stunde vorkamen, zog Marcel seinen Turnslip blitzschnell aus und flankte ins kühle Nass. Als er nun wiederauftauchte, nahm er gleich wahr das Eric nun viel lockerer war, ja er schien wie erlöst zu sein und grinste frech. Dann warf er sich auf Marcel und eine wilde Kabbelei begann. Wenn einer fliehen wollte, setzte der andere sofort hinterher. Doch irgend wann waren sie so abgekämpft, das sie sich nur noch im Wasser treiben ließen.
„War dir wohl im Wege.“ Meinte Marcel grinsend.
„So ist es, wollte eigentlich nur einmal ausprobieren, wie es ist ohne Badehose zu schwimmen. Doch als ich dich da dann sitzen sah, verlor ich sofort allen Mut.“ Gab Eric nun zu.
„Wieso hast du es dann doch gewagt?“ Wollte Marcel darauf wissen.
„Dachte erst das du mich bestimmt auslachen wirst und dich über mich dann lustig machst. Doch da sagte mir mein Bauchgefühl, nein der wird das nicht machen. Mensch und als du dann auch deine Hose auszogst war ich so etwas von Platt. Du hast ja kein Problem das man dich nackend sehen kann, ist echt mutig.“ Antwortete Erik und erklärte wieso er es dann doch gewagt hatte.
„Eric du wirst gleich dich halb totlachen. Habe heute die Nachbarskinder im Garten gesehen, die waren Nackt und ich dachte mir dabei nur das die doch schon dafür zu alt wären. Ja und ich das nie tun würde. Doch dann entdeckte ich den Trampelpfad zu dieser Bucht. Als ich hier dann stand überlegte ich ob ich eben nicht doch es mal wagen soll und nackend ins Wasser springen soll. Als ich noch ein kleiner Junge war, zog ich nur eine Badehose im Schwimmbad an. Doch gerade als ich meine Hose ausziehen wollte, da kamst du. Als du dann deine Hose auszogst und keine Unterhose drunter anhattest und auch nicht vorher eine Badehose aus der Tasche schon geholt hattest, Mensch da war ich Baff und so etwas von Sprachlos. Da macht doch einer das was ich gerade vorhatte zu tun.
„Hammer, da hast du mich Quasi erst irgendwie dazu an gestupst und Mut gemacht es zu wagen. Ja und dann hat mir dein Beispiel soviel Mut wieder gemacht, das ich es auch wagte. Auf jeden Fall einfach Hammer, das ich nicht nur den Mut gefunden habe es vor deinen Augen zu tun, sondern du das gleich auch noch geplant hast. Vor Freude fielen sie sich in die Arme und verließen dann das Wasser. Eric frottierte nun einfach Marcel ab, der sich dies wie ein Kind durch die Mutter gefallen lies. Dann nahm Marcel ihm das Handtuch einfach weg und frottierte nun seinerseits, seinen neuen Freund ab. Irgendwie hatten beide das Gefühl, schon uralte Freunde zu sein. Nun aber fielen ihre Blicke auf ihre Hosen, doch Grinsend ließen sie sich nun nackend auf die Decke fallen. Warum jetzt auch eine Hose noch anziehen, wo sie doch gerade zusammen ohne Badesachen im Wasser waren.
„Irgendwie fühle ich mich nun richtig frei und im Wasser war das als wäre ich ein Fisch oder sogar ein fliegender Vogel.“ Beschrieb Erik sein Gefühl, besonders als du meine Angst ausgelacht zu werden zerstörtest in dem du die Hose auch auszogst.
„Ist bei mir nicht anders gewesen. Erwiderte Marcel. Hatte deshalb auch meine Unterhose schon vorhin im Wald hinter einem Busch ausgezogen. So das wenn es ein Problem, wie eben eine andere Person gab, ich entweder es Mutig tat und dann schnell oder es lieber ganz sein lasse.“
„Na ja, da ich unter meinem Turnslip auch nie eine Unterhose beim Turnen anbehalte, war es eigentlich ähnlich wie bei dir. Entweder ganz oder gar nicht.“ Da verfielen beide in einen Lachanfall.
„Wir beide sind schon so etwas von Kanone.“ Gluckste Erik. Dann rafften sie sich erholt wieder auf und sprangen wieder ins kühle erfrischende Nass. Nun kam Wettschwimmen dran und da war es dann egal, das man sie vom Badestrand vielleicht sehen konnte. Obwohl die dort ja nicht mitbekommen konnten, das die beiden Jungen nackend waren. Selbst als sie dann übermütig auf dem Rücken in die Bucht zurückschwammen.
Auch blieben nun sie bis zum Abend nackend und hatten viel Spaß dabei. Als sie am Abend dann wieder ihre Hosen anzogen, war das schon ein merkwürdiges Gefühl. Ist als würde man Gefängnis Kleidung anziehen.“ Meinte Erik nun.
„Genau, fühlt sich ganz Blöd an.“ Erwiderte Marcel ebenso, dann schaute er zu Erik, überlegte kurz und machte dann einen für die Zukunft entscheidenden Vorschlag.
„Bis bestimmt morgen wieder hier oder, hättest du dann nicht Lust bei mir zu übernachten?“ Schlug er nun vor.
„Ich bei dir übernachten? Du kennst mich doch nicht.“ War Eriks verblüffte Antwort.
„Also wer Mut hat sich vor einem Fremden nackt zu zeigen, der ist doch kein Fremder mehr und was wir heute beide erlebt haben, also das ist doch schon echte Freundschaft.“ Konterte Marcel und hielt Erik die Hand hin. Der überlegte nur kurz und schlug ein.
„Muss nur noch Zuhause vorbei, um ein paar Sachen zu holen. War die Antwort und man merkte schon wie er sich freute, das Marcel ihn als richtig guten Freund ansah. Den was Marcel nicht wusste, war das Erik so keine wirklichen Freunde hatte und die wenigen mit denen er dann spielte, waren wie Marcel weg gefahren. Deshalb war er auch über Marcels offene Art und Frage richtig überrascht. Als dann Marcel noch mit ihm kommen wollte, zuckte er zusammen.
„Besser nicht.“ war deshalb seine Meinung.
„Du es ist aber doch besser, wenn du den dabeihast, bei dem du übernachtest.“ War Marcels Antwort.
„Sei nicht böse Marcel, aber du hast nur den Turnslip an und in Sachen Kleidung nehmen es meine Eltern da sehr Prüde genau.“
„Ach deshalb ziehst du auch deine Unterwäsche wieder an und hast auch ne richtige Hose und ein Oberhemd und kein T-Shirt an. Aber weißt du was, fahren wir zuerst bei mir vorbei, dann wissen meine Eltern auch Bescheid. Ziehe Hose und Hemd an und das Problem ist beseitigt.“ Bereinigte Marcel sofort das Problem.
„Du bist echt eine Wucht in Tüten, freute sich Erik darüber das Marcel es nicht Krumm nimmt und sogar bereit war Kompromisse einzugehen. Mit einem grinsen holte nun Erik eine Badehose aus der Tasche, tunkte sie in den Teich, wrang sie aus und rollte sie in das nasse Handtuch rein. Marcels Blick deswegen zwang Erik zu einer Erklärung.
„Wenn meine Eltern wüssten das ich nicht nur Nackend schwimmen war, sondern sogar den ganzen Tag Nackend gewesen bin. Auch dann nicht alleine dabei dann war, ist bei mir die Hölle auf Erden los. Meine Eltern sind katholisch streng Konservativ, das als ich 10 geworden bin, ich sogar nicht mehr zusammen mit meinen Brüdern mehr in die Wanne durfte.“
„Mann Gottes, dann bist du heute ja noch viel mehr Mutig gewesen als ich. Meine Eltern stört es eher nicht, wenn ich zum Pflicht Wannenbad, nackt aus meinem Zimmer komme und ins Bad ginge. Naja bisher habe ich es jeden Falls schon viele Jahre nicht mehr getan. Liegt vielleicht auch daran, das ich eine ältere Schwester habe. Die ist knapp 3 Jahre Älter und zwar nicht Prüde, aber Nackt will sie dann auch nicht gesehen werden, so schließen wir beide die Badezimmertür ab, wenn wir in die Wanne müssen.
„Hast du außer der Schwester noch weitere Geschwister?“ Setzte Eric die Unterhaltung fort, während sie sich auf die Heimfahrt machten.
„Nö die reicht aus.“ Kam es da von Marcel
„Du glücklicher. Ich habe noch 4 Brüder und die sind die reinsten Engel und ich soll ihr Vorbild sein. Der Jüngste ist Automatisch ja noch ein liebes Kind, gerade erst 1 Jahr alt. Doch die drei anderen sind 5, 7 und 9 Jahre alt. Die kennen sich aber schon besser in der Bibel aus als ich. Erzählte Erik nun von seiner Familie Naja, so ist das mit meinen Cousins, der Bruder meines Vaters, ist auch ein Hardcore Christ und hat auch gleich bestimmt das er mein Patenonkel wird. Von meiner Schwester wollte er das komischerweise nicht werden.
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